Brandlbracke
Beschreibung
Die Brandlbracke ist eng verwandt mit der Tiroler Bracke,
der Steirischen Rauhhaarbracke, dem slowakischen Kopov,
dem Bayerischen Gebirgsschweißhund. Sie ist eine mittel-
große Bracke mit 48 bis 56 cm Schulterhöhe. Die „Brandl“
hat einen kräftigen, aber elastischen Körper. Der Brustkorb
der Hunde ist breit, ziemlich tief und lang, der Bauch et-
was aufgezogen. Der Kopf wird hoch getragen und hat
meist stark ausgebildete Augenbrauen („Vieräugl“), der
Behang ist mittellang, die Augen sind klar, mit klugem Aus-
druck, meist braun. Die Rute ist im Gang abwärts, bei der
Suche aufwärts gerichtet. Die Farbe der Brandlbracke ist
schwarz mit kräftigem, scharf abgesetztem, dunkelbrau-
nem Rand.
Verwendung
Die Brandlbracke wie auch die Steirische Rauhaarbracke
eignen sich für die Arbeit vor oder nach dem Schuss. Sie
zeichnen sich besonders durch ihre Ruhe, extremen Fähr-
tenwillen und Fährtensicherheit aus. Je nach Ausbildung
wird die Brandlbracke als Schweißhund oder als Stöber-
hund eingesetzt. Sie jagt fährtenlaut und findet auf Grund
des Orientierungsvermögens gut zu ihrem Führer zurück.
Herkunft und Geschichtliches
Als Ahnen der Rasse gelten die Kelten-
bracken, die sich mit der Völkerwan-
derung über ganz Europa verbreite-
ten. Im Mittelalter gab es über die Al-
pen verteilt tälerspezifische Schläge
der Alpenbracke, auch Wildbodenhund
genannt. Hieraus wurden im 19. Jahr-
hundert einige Rassen herausgezüch-
tet. 1884 wurde die Brandlbracke als
erste in das Österreichische Hunde-
zuchtbuch (ÖHZB) eingetragen.
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