Großer Münsterländer
Beschreibung
Diese Rasse hat einen insgesamt kräftigen und muskulösen
Körperbau. Nach dem Standard der FCI soll das Gewicht
des Hundes um die 30 kg betragen. Es gibt jedoch auch
Züchtungen um die 20 kg bzw. bis zu 40 kg. Das Haar der
Hunde ist lang und dicht, jedoch schlicht, nicht lockig oder
abstehend in weiß mit schwarzen Platten und Tupfen, oder
schwarz geschimmelt. Es kommt jedoch auch ausnahms-
weise braun-weißes Haarkleid vor, die jedoch von der Zucht
ausgeschlossen werden. Sein Kopf ist schwarz, eventuell
mit weißer Blesse. Seine Ohren sind breit, ziemlich hoch
angesetzt, mit abgerundeter Spitze, gut anliegend.
Verwendung
Der Große Münsterländer gilt als leichtführig, gelehrig, in-
telligent, kinderfreundlich und lebhaft. Dieser Hund will be-
schäftigt werden und braucht guten Auslauf. Gewisse Anla-
gen sind noch erkennbar, die seine Eignung als Hof-, Wach-
und Hütehund zu früheren Zeiten untermauern. So kann er
durchaus ein wachsamer Hund sein, der sein Revier auch
gegen Eindringlinge verteidigt. Die früher teils geforderte
Mannschärfe hindert ihn aber keinesfalls daran, ein ruhiger
und äußerst ausgeglichener Hund zu sein.
Herkunft und Geschichtliches
Die Vorfahren des Großen Münsterlän-
ders waren wahrscheinlich die mittel-
alterlichen „Habichts-“ oder „Vogel-
hunde“. Auf alten niederländischen
Gemälden des 16. und 17. Jahrhun-
derts sind die Vogelhunde sowohl als
Kleinhunde bis hin zu großen langhaa-
rigen Jagdhunden dargestellt. Sie wur-
den als Vorstehhunde bei der Jagd auf
Federwild mit Netzen und Feuerwaffen
geführt. Ursprünglich war der Große
Münsterländer lediglich eine Farbva-
riante des Deutsch Langhaar.
© 2010 JGV Bergisch Land e.V.