Steirische Rauhaarbracke
Beschreibung
Bis 53 cm großer und ca. 20 kg schwerer hirschroter bis
fahlgelber Jagdhund. Das Rauhhaar ist nicht zottig aber
glanzlos, hart und grob. Die Kopfbehaarung der Hunde ist
kürzer als am Leibe, einen Schnurrbart bildend. Die Ohren
sind mittellang, hoch angesetzt, unten abgerundet, glatt
herabhängend. Im Hochgebirge und Wald sind es zwei
Eigenschaften, welche die „Steirische“ oder „Peintinger“ so
wertvoll machen – Unempfindlichkeit und Genügsamkeit.
Sie erträgt Regen, Schnee und Kälte ebenso wie Hitze oder
Durst. In Deutschland wird sie vom Deutschen Brackenver-
ein e. V. betreut, ebenso wie die Brandlbracken. In Öster-
reich und mittlerweile auch in der Schweiz wird sie vom
Österreichischen Brackenverein betreut, ebenso die Brandl-
bracken.
Verwendung
Die Rauhhaarbracke ist ein passionierter Jagdhund, der mit
lautem und lockerem Hals (Bellen) auch im schwierigen
Gelände befähigt ist, dem Wild zu folgen.
Herkunft und Geschichtliches
Die Ahnen sind vermutlich die so ge-
nannten Keltenbracken, die sich mit
der Völkerwanderung über ganz Eu-
ropa verbreiteten. Im Mittelalter gab
es über die Alpen verteilt tälerspezifi-
sche Schläge der Alpenbracke, auch
Wildbodenhund genannt. Hieraus wur-
den im 19. Jahrhundert einige Rassen
herausgezüchtet, so auch die Steiri-
sche Rauhhaarbracke. Die Steirische
Rauhhaarbracke ist eng verwandt mit
der Tiroler Bracke, der Brandlbracke
und allen Bracken Südeuropas.
© 2010 JGV Bergisch Land e.V.